3. Praktikums Woche am Floor

Hallo meine Lieben,

wie ich euch in meinem letzten Blog schon erzählt habe, durfte ich in meiner 3. Praktikumswoche endlich an Kunden arbeiten.Wie es mir dabei gegangen ist, was es mit diesem motivations Briefing jeden Dienstag auf sich hat und wer schon bereits bei uns war und uns motiviert hat erfahrt ihr heute in diesem Blog.

Okay erst mal zu dem, was ich in dieser Woche gemacht habe.Ich war eeeeeeeendlich diese Woche auf dem Floor und durfte aktiv an Kunden arbeiten.Ich dachte am Anfang, dass ich nur Haare waschen oder Ansatzfarbe für eine Kollegin auftragen darf.Aber nononooo das dachte ich nur, denn es gibt da einen kleinen Unterschied zu dem Ausbildungssystem in Österreich: jeder Schüler hat seinen eigenen Kunden und macht alles alleine.Sprich vom Beratungsgespräch über Haare waschen, Farbe auftragen bis hin zum Schneiden macht das jeder Schüler immer für seinen eigenen Kunden, du alleine arbeitest an deinem eigenen Kunden.Für alle nicht Friseure unter euch- in Österreich ist es so, dass du in der Anfangszeit deiner Friseurlehre erst mal für deine Kollegen, die meist schon ausgelernt sind, Haare wäscht, föhnst, Ansatzfarbe aufträgst – sprich die „einfacheren“ Dinge machst.Erst später, wenn du schon länger im Betrieb bist, schneidet man dann auch bzw. führt das Beratungsgespräch durch, was meiner Meinung nach dass schwierigste ist, denn du solltest dann wissen, was der Kunde möchte d.h man ist dafür verantwortlich was mit dem Kunden passiert.

Paul Mitchell The School Tyson Corner Center
Paul Mitchell The School Tyson Corner Center

Okay zurück zu dem Wesentlichen – ich hatte meine eigenen Kunden.

Vor meiner ersten Kundin war ich richtig nervös, ich wusste noch nicht wie das ganze abläuft, ob meine englisch Kenntnisse reichen würden und ob ich das überhaupt schon konnte, was meine Kundin von mir erwartete.Aber all meine Ängste waren um sonst.Am Anfang sah es zwar wirklich nach einer sehr großen Herausforderung aus, da die Dame sehr krauses Haar und nicht wirklich einen Haarschnitt hatte.Doch dank meiner super nette Lehrerin Vanessa die mir dabei half (vor allem beim Beratungsgespräch) ,ging alles extrem gut.(ich hab leider vergessen ein vorher Foto zu machen)Meine erste Kundin war super zufrieden mit ihrem Haarschnitt so dass sie auch gleich durch meine Beratung, ein Paul Mitchell Produkt für Zuhause kaufte.(sie gab mir sogar 10$ Trinkgeld)

meine 1. Kundin
meine 1. Kundin

Die restliche Woche über waren alle wirklich sehr bemüht mir möglichst viele Kunden zu verschaffen.Am Mittwoch und Donnerstag  schnitt ich zweimal einen One Length (ein Bild was das ist findet ihr in meinem letzten Blog).Eine von den zwei Damen (blond) lobte mich sogar in den Himmel und meinte, dass sie schon ca. 10 mal bei Paul Mitchell the school Tyson Corner war und ich ihr bis jetzt am besten die Haare gemacht habe.Am Freitag hatten wir keine normale Schule sondern wir Schüler spielten gegeneinander Kickball.(Selbe Prinzip wie bei Baseball nur dass man den Ball mit dem Fuß kickt.

vorher
nachher
vorher
nachher

So jetzt noch ein paar Worte zu dem Treffen, das wir Schüler und Lehrer jeden Dienstag haben.Also erstmals muss ich mich korrigieren ,denn nicht einmal im Monat kommt so ein genannter „Stargast“ zu uns, wie ich ein paar Posts zuvor erwähnt habe, sondern JEDEN Dienstag kommt zur Motivation, entweder ein Trainer von Paul Mitchell oder Unternehmer von den verschiedensten Branchen zu uns zu Besuch.Sie motivieren uns, erzählen von ihren Erfahrungen oder stellen ihr Unternehmen vor, damit die Schüler die bald ausgelernt sind, Möglichkeiten vorgeschlagen bekommen, wo sie nach ihrer Ausbildung zum Arbeiten anfangen können.Es waren schon die unterschiedlichsten Leute bei uns, unter anderem der Motivateur und Paul Mitchell Friseur Dennis Ratner, die langjährige Unternehmerin einer exklusiven Friseurkette Vanessa Rose  und dem langjährigen Paul Mitchell Friseur aus NYC Giulio Veglio.Er hat eine besonders interessante Lebensgeschichte- er baute ein Luxus Friseurunternehmen in New York auf, verdiente damit seine Millionen und wurde reich.Doch wie das Sprichwort so sagt „wer hoch fliegt, fällt tief“ verlor er alles.Durch seine Drogensucht rutschte er immer tiefer in den Abgrund und ab dem Zeitpunkt, an dem er kein Geld mehr hatte waren seine meisten Freunde auch weg.Er lebte praktisch auf der Straße.Doch was dann passierte, war einfach eine 180 Grad Wende.Er begann dagegen anzukämpfen.Ging täglich ins Fitnessstudio , nahm dadurch mehr als 80 kg ab, machte einen Entzug und baute sein ganzes Imperium wieder neu auf.Heute ist er seit mehreren Jahren Clean, in top Form und weiterhin ein sehr erfolgreicher Friseurunternehmer.Er hat sogar 2 Bücher darüber geschrieben, die er mir zukommen ließ und dann auch noch eigenhändig signierte.Diese Story hat mich besonders berührt da er wirklich alles hatte und auf einen Schlag alles verlor.Doch er hat nicht aufgegeben und sich das zurück erkämpft was er sich damals aufgebaut hatte.Darum -NIEMALS AUFGEBEN denn alles ist möglich, wenn man nur stark genug dafür arbeitet.

die 2 Bücher vonGiulio Veglio
handsigniert

Ja das wars auch von meiner ersten Woche am Floor und dem Dienstags Meeting, es war echt spannend so an Kunden zu Arbeiten und ganz anders Beratungsgespräche, Kundengespräche, und fachspezifische Gespräche mit Lehrern auf englisch zu führen.Am Anfang hatte ich echt bisschen Respekt davor aber jetzt ist es fast schon wie Routine, obwohl das erst die erste Woche bei Kunden war.

Nächste Woche am Dienstag würde ich mich sehr freuen, wenn Ihr wieder bei meinen Blog vorbei schaut, ich werde euch von der Geschichte von Paul Mitchell und von meinem neuen Zuhause in Washington inkl. Gastfamilie erzählen.

stay positive ❤︎

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