Nervenzusammenbruch & eine Nacht bei einer fremden Familie

Hallo meine Lieben,

es ist wieder eine Woche vergangen und der Tag an dem ich zurück fliege rückt immer näher.Die Woche war einer meiner Produktivsten, es war öfters richtig stressig, denn es war jeden Tag extrem viel los.Ich war auch kurz vor einem halben Nervenzusammenbruch und ich hätte fast eine Nacht wie in der Steinzeit leben müssen.Was genau passiert ist, könnt ihr heute bei meinem Blog lesen.

Aber wie immer zuerst ein paar Worte zu meinen Kunden

Am Montag am Vormittag kam eine Dame zu mir, zum Spitzen schneiden.Ein ganz einfacher Square Layer, nicht wirklich was besonderes, doch die Herausforderung kam dann am Nachmittag.Ich kam um ca 13 Uhr von meiner Mittagspause zurück und da wartete auch schon meine nächste Kundin auf mich.Ihr Wunsch war Strähnen am ganzen Kopf und wie ich euch schon in meinem letzten Post erklärt habe, ist das sehr aufwändig.Zusätzlich zu dem, wollte sie noch die Spitzen geschnitten haben.Sie hatte zwar nicht sonderlich dickes Haar, aber dafür sehr viel dünnes, was dazu führte, dass ich ein bisschen länger brauchte(logischer weise, weil ich ja noch in der Ausbildung bin)Ich hatte die Blondierung unter Kontrolle, da ich extra einem niedrigen Wasserstoffperoxid verwendet habe( für die nicht Friseure- Wasserstoffperoxid oder auch kurz genannt H2O2 ist sozusagen der Wirkstoff der Blondierung.Diesen gibt es in unterschiedlichen Stärken, diese wird in % oder Volumen angegeben, und je niedriger dieser ist, umso langsamer arbeitet die Blondierung= das Haar braucht länger bis es Blond wird) ,doch sie beschwerte sich trotzdem bei meiner Lehrerin ,dass es schon für Stunden auf ihren Haaren wäre ,was eine komplette Übertreibung war.Das heißt, ich musste zwischen dem Auftragen immer wieder zum Waschbecken gehen um die Blondierung von den Strähnen herunter zu waschen, was den ganzen Prozess noch mehr in die Länge zog.Zwischendurch kamen dann noch ihre Kinder, die auch einen Termin hatten, wo sie der Friseurin sagen musste was sie machen soll, obwohl die Kinder eigentlich eh schon alt genug gewesen wären es selbst zu entscheiden, aber ja wie jeder will.Das ganze dauert dann auch wieder seine Zeit und irgendwann wurde es dann so spät, dass für den Haarschnitt keine Zeit mehr war.Meine Lehrerin versuchte ihr das höflich beizubringen doch sie bekam nur eine schnippische Antwort, dass sie halt jetzt zu jemand anderen gehen müsse und das nicht verstehe, wieso man das jetzt nicht machen konnte.So stand ich dann wirklich kurz vor einem Nervenzusammenbruch weil das Ganze war einfach richtig anstrengend und was man auch noch dazu sagen musste, ich brauchte auch ohne dass ich den Schnitt machte, 20min länger als meine Arbeitszeit war. Sie hat trotzdem nicht verstanden wieso sie jetzt nicht das kompletten Service bekommt. Somit habe ich auch diese Erfahrung in meinem Leben machen dürfen. 

nachher Foto
vorher und nachher Foto

Am Dienstag am Vormittag war dann wieder unser POW-WOW Meeting, wo ein Trainer von Paul Mitchell kam und uns die verschiedensten Farben erklärte und wann man welche verwendet.Am Nachmittag kam dann eine Dame zu mir, für einen Spitzenschnitt (Trim-Cut) und eine andere Kundin zum waschen föhnen stylen, beides nicht wirklich sehr aufwändig, aber es hat richtig Spaß gemacht.Am Anfang war die Dame die nur zum Föhnen ein bisschen „anstrengend“, aber je länger ich mich mit ihr unterhielt, umso mehr verstand ich mich mit ihr.Wir fanden dann sogar eine gemeinsame Interesse nämlich das Reisen und somit hatte ich wieder eine begeisterte Kundin.

Vorher und nachher Foto
Vorher und nachher Foto

Mittwoch Vormittag kam dann eine sehr nette Dame zum Ansatz Nachfärben.Sie hatte eigentlich keinen hohen weiß Anteil, er war nur an den Schläfen sehr stark ausgeprägt, wieder eine nicht wirklich aufwändige Arbeit.Dadurch, dass sie aber sehr dickes und krauses Haar hatte, war das Föhnen etwas anstrengend.Um dann die Haare wirklich den perfekten Schliff zu verleihen, glätteten wir dann noch alles und brachten in den Spitzen einen kleinen Schwing hinein.

Vorher Foto
Nachher Foto

Nach meiner Mittagspause hatte meine nächste Kundin dann einen sehr speziellen Wunsch, sie wollte eine Unicorn Balayage/Highlights Farbtechnik.Das Problem war, dass das ziemlich viel Aufwand ist, da man das Haar zuerst komplett blondieren und dann noch mit den unterschiedlichsten Farben einfärben muss.Darum entschieden wir uns die Haare an diesem Tag nur aufzublondieren und ihr am nächsten Tag einen neuen Termin, bei einer Kollegin zu geben.Ja das Zwischenergebnis war nicht sonderlich schön, da es ja erst die halbe Arbeit war.

Vorher Foto
Nachher Fotos

Am Donnerstag kam dann eine Kundin mit einem sehr interessanten Wunsch- sie wollte Funky Highlights ( für die nicht Friseure unter euch, normalerweise webt man Strähnen so, dass sie natürlich ausschauen, doch bei Funkey Highlights oder auch Blocksträhnen genannt, webt man extra dicker, so dass man erkennen kann, dass das Haar gefärbt wurde) Diese Technik hat man oft in dem Jahr 2000 getragen, alles eine Sache von Geschmack.Am Anfang dachte ich mir so, „wie kann man so etwas schön finden“, doch als ich dann das end Ergebnis gesehen habe, hat es mir eigentlich auch sehr gut an ihr gefallen, da es zu ihr passte.Da ich dafür etwas mehr Zeit brauchte und erst später in Mittagspause ging, hatte ich am Nachmittag keine Kunden mehr, was ich aber dann produktiv nutze, um an diesem Blog weiter  zu schreiben. 

Vorher Foto
Nachher Fotos

Ja dann sind wir auch schon beim Ende einer weiteren Woche angekommen.Meine Kundin am Freitag machte mir auch richtig viel Spaß, ich färbte ihre Haare wieder rot nach, so das sie wieder schön leuchteten.Dazu schnitten wir auch noch ein ganz schönes Stück ab, damit sie auch wieder gesund waren.Dann föhnten wir das ganze glatt aus, mit einer kleinen Locke am Schluss.Als ich so föhnte, kam eine andere Schülerin zu mir und machte mir ein super süßes Kompliment „You are doing nearly the best blow-dry here, you have to learn me how your technique is.” und das fand ich einfach so süß, weil mir Komplimente von gleichgestellten Personen extrem viel bedeuten, man erwartet da ja eher einen Konkurrenzkampf. 

Vorher und nachher Foto

Ja, das wars auch schon vom Floor, jz noch ein paar Worte dazu wieso mein Blog so verspätet online kam.Wie jede Woche sollte mein Blog pünktlich am Dienstag online kommen, doch da hat mir das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Ich war seit Sonntag mit dem Hund Abby alleine im Haus, da meine Gastmutter Beth mit ihrer Tochter, Verwandte besuchen war.Es sagte für die kommende Woche wieder kurzzeitige Gewitter mit starken Stürmen an. Und mittlerweile glaub ich das immer nur irgendwie solche Dinge passieren, wenn ich alleine zuhause bin (vor 2 Wochen die Flash Flood- hab ich im letzten Blog erzählt), denn das Gewitter kam wie vorher gesagt und aufgrund dem hatten wir dann auch einen Stromausfall. In Österreich kein weiteres Problem, denn wir haben ja den FI Schutzschalter, doch das gibt es in Amerika leider nicht ,da muss man einfach warten bis der Strom zurück kommt.Doch ich hatte noch zusätzliches Pech, denn mein Handy ,was ich in Amerika mit einer amerikanischen Nummer benutze, ist ein paar Tage zuvor kaputt gegangen. Das hieß für mich, dass ich kein Internet oder irgendeine Möglichkeit jemanden zu erreichen hatte, um zu fragen was ich machen muss, denn bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht, dass es keinen FI Schalter hier gibt. Ich schrieb dann meiner Mutter, mit meinem anderen Handy – mit österreichischen Tarif per SMS ( was leider mit sehr hohen Kosten verbunden war) die für mich mit Beth schrieb, da ich irgendwie ihr nicht schreiben konnte. Ja es war dann alles geklärt und ich musste einfach nur abwarten. Doch ich wartete ein, zwei, drei, vier Stunden und der Strom kam immer noch nicht. Mittlerweile war es dann auch schon 10 Uhr am Abend und es war Stockdunkel im Haus. Ich fühlte mich ziemlich unwohl, da ich eigentlich in einem „fremden“ Haus, in einer „fremden“ Stadt war, ohne jegliche Möglichkeiten mich mit irgendwem, außer meiner Mutter in Verbindung zu setzten. Meiner mum war das natürlich auch nicht wirklich recht, so organisierte sie für mich, nach langem hin und her, durch Beth einen Schlafplatz bei einer guten Freundin meiner Gastmutter. Die Familie war wirklich super nett und brachten mich dann auch am nächsten morgen zurück zum Haus, wo dann auch schon wieder Strom war, damit ich rechtzeitig in die Arbeit kam.Danke nochmal an dich Mama, wenn du das liest, dass du extra bis halb 5 in der Früh wach geblieben bist und mir eine Unterkunft organisiert hast, ich hab dich ganz doll lieb.

Ja eine sehr abenteuerliche Woche mit Höhen und Tiefen, aber ich bin dankbar für jede Erfahrung die ich machen bzw sammeln darf.Nächste Woche erzähle ich euch dann schon von meiner vorletzten (!!!) Woche in Amerika und was ich mir noch so alles in der letzten Zeit in Washington angesehen habe.

stay positive ❤︎

2 Kommentare zu „Nervenzusammenbruch & eine Nacht bei einer fremden Familie

  1. Hallo LIebe Clarissa,

    Ich mag deinen Blog sehr, und bewundere was du jeden Tag in deiner Ausbildung machst und so auch Erfahrung zu sammlen. Es ist spannend deinen Berichten zu folgen 🙂
    Ein kleinen Tippfehelr habe ich gesehen. Bei :“ Wasserstoffperoxid oder kurz genannt H2O“
    H2O ist die Formel für Wasser und H2O2 Die Formel für Wasserstoffperoxid 🙂
    Es gibt immer wieder Kunden die nicht unsere Arbeit und den Zeitaufwand dahinter verstehen. Lass dich nicht von Ihnen unter kriegen und Sammel deine Kraft an deine lieben Kunden 🙂
    LG Nadine

    Liken

    1. Hallo liebe Nadine,

      es freut mich sehr dass dir mein Blog gefällt, ich versuche es so spannend wie möglich zu machen 😄 Ohh, ups, hab ich mich wohl vertippt werde ich gleich ausbessern, danke für den Hinweis 👍🏼Ja leider Gottes gibt es diese Kunden immer wieder aber du hast recht da muss man einfach darüber hinweg sehen und sich auf die positiven Kunden fokussieren.

      Lg Clarissa

      Liken

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